Montag, 11. Dezember 2017

Gedanken zum Jahresende

"Wahnsinn, wie die Zeit vergeht. Das Jahr ist schon wieder wie im Fluge vergangen. Wir haben doch grade erst Silvester gefeiert"

Das denken bestimmt viele oder hören es von anderen.
Empfinden wir vielleicht so, weil unsere Tage oft vollgepackt sind?

Wer kennt das nicht: Hat man bei der Arbeit viel zu tun, vergeht die Zeit schnell. Man kommt um halb 8 zur Arbeit und auf einmal ist es schon 17 Uhr.
Liegt jedoch mal nicht so viel an, schleicht der Arbeitstag so vor sich hin und man hat das Gefühl, dass eine Minuten plötzlich länger als 60 Sekunden dauert 😉

So ist es doch auch im Alltag.
Man arbeiten bis späten nachmittag, dann muss man noch einkaufen, zum Frisör, ist zu einem Geburtstag eingeladen, besucht Familie oder Freunde, macht den Garten schier, muss Wäsche waschen, staubsaugen, ... schwupps ist es 22 Uhr und man geht müde ins Bett.
Die Momenten, in denen man wirklich mal innehält, werden weniger.
Natürlich ist es schön, seine Familie oder Freunde zu besuchen oder zum Frisör zu gehen und ich persönlich sehe das auch nicht als Last an.
Aber es ist halt ein Bruchstück neben vielen kleinen anderen Dingen, die man jeden Tag oder jede Woche erledigt.

Eine Woche geht rum, dann die nächste und schon ist ein ganzer Monat vergangen.
Man plant im Voraus - bloß nichts vergessen und der Kalender im Smartphone ist pickepacke voll.

Irgendwann vergisst man sich.

So ging es mir gegen Ende diesen Jahres.
Ich habe meinen Körper und Geist lange Zeit immer über seine Grenze getrieben, immer noch ein Stück und noch ein Stück. Ich habe Hinweise und Zeichen bewusst ignoriert.
So nach dem Motto "Wenn's kracht, noch nen Meter"

Viele Bausteine habe bei mir letztendlich ein riesen Chaos ergeben. Innerlich.

Irgendwann wusste ich dann "So geht es nicht!" und habe kräftig auf die Bremse getreten.
Das ist nicht immer leicht und bis zu dem Punkt hat es knapp 11 Monate gedauert.

Aber jetzt bin ich wieder mehr ich. Die Wäsche kann auch mal einen Abend liegenbleiben, wenn ein gutes Buch oder ein Film auf mich warten.

Es gibt kein Patentrezept, mit dem man immer auf dem richten Weg ist.
Auf sich hören und achten, wirkt sich oft positiv aus. Pausen einplanen, Techniken zum Runterfahren erlernen, Dinge machen, die einem Spaß und Freude bereiten.
Der lieben Mama erklären, dass man sie morgen nachmittag besuchen kommt, weil man heute einfach total KO ist und nicht mehr die Kraft hat. Anstatt lustlos hinzufahren und in Gedanken die ganze Zeit auf dem Sofa zu liegen.

Ich freue mich jetzt auf die Weihnachtszeit und meinen Weihnachtsurlaub und werde ganz viel Energie sammeln und fröhlich ins neue Jahr starten.
Für mich ist die Weihnachtszeit eine besondere Zeit und ich werde da auch immer sehr sentimental.

Herzliche Grüße
Friederike

"Wer neu anfangen will, soll es sofort tun, 
denn eine überwundene Schwierigkeit vermeidet hundert neue."
◇Konfuzius◇

Montag, 3. April 2017

So fühlt sich also ein Schub an...

Hallöchen,

ich weiß, es ist still geworden auf meinem Blog.
Bei mir war die letzten Monate viel los und es blieb sehr wenig Zeit für Hobbys.

Aber jetzt bin ich wieder da😉

Ich würde mich als positiven Menschen bezeichnen, der viel lacht, freundlich ist und meistens mit einem Lächeln im Gesicht durchs Leben geht.
Deshalb passt es mir so gar nicht, dass es mir seit einigen Wochen schlechter geht...
Meine Beine schmerzen sehr häufig, sie sind schlapp, wenn ich auf dem Boden knie kann ich nach kurzer Zeit kaum aufstehen und meine Beine fühlen sich taub an, ich habe unendlich viele blaue Flecken und gefühlt mehr verhärtete Fettzellen unter der Haut. Selbst in Ruhephasen habe ich fiese Schmerzen in den Beinen.
Das alles trübt meine Stimmung leider und das nervt mich sehr, denn so bin ich nicht!

Ich mache das Beste aus meinem Leben mit Lipödem und bislang habe ich auch alles ganz gut gemeistert. Ich trage selbstbewusst meine Kompression, versuche mich weitesgehend gesund zu ernähren, gehe gerne schwimmen, weil sich das positiv auf mein Bein-Gefühl auswirkt. Ich trage Kleider, Röcke und im Sommer gehe ich auch in kurzen Klamotten raus und zeige meine Beine und sehe keinen Grund mich zu verstecken.

Die aktuelle Phase bringt mich aber schon ins Schwanken. Ich habe bislang jeden Tag mit dem Lipödem gelebt, aber es war unbemerkt. Ja, meine Beine sind dicker und ich merke auch die verhärteten Fettzellen. Aber sonst ging es mir gut.
Jetzt habe ich fast dauerthaft Schmerzen und das führt mir das erste Mal vor Augen, dass ich wirklich eine chronische Krankheit habe, die sich fortschreitend verschlimmert 😢 Sie ist da, jeden Tag und zeigt mir das erste Mal, dass ich kaum eine Chance habe.
Dieses Gefühl und Bewusstsein war wie ein Schlag in die Magengrube.

Außerdem vermute ich, dass meine Arme auch betroffen sind. Ich empfinde dort den gleichen Druckschmerz, wie an meinen Beinen, habe ständig blaue Flecke und meine Hände sind fast jeden Tag angeschwollen. Zusätzlich habe ich an den Armen die verhärteten Fettzellen vermehrt wargenommen. Alles Anzeichen für eine Ausbreitung der Krankheit.

Ich werde zeitnah meinen Hausarzt aufsuchen, damit ich neue Rezepte für meine Krompressionsversorgung bekomme und er meine Arme untersuchen kann. Danach geht es dann zur Sanifee und meine neuen Maße aufzunehmen. Hoffentlich hat sich der Umfang nicht extrem vergrößert...

Außerdem möchte ich noch mehr auf meine Ernährung achten und wieder regelmäßiger Sport machen (schwimmen, Rad fahren, Fitnessstudio).

Alles in allem hoffe ich, dass vorallem die Schmerzen damit eingedämmt werden! Das wäre schon eine große Erleichterung für mich.

So, genug gejammert✋ Jetzt werde ich wieder positiv in die Zukunft gucken und alles dafür geben, damit es mir besser geht😊

Good vibes👌
Friederike